Fritze Bollmann | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Fritze Bollmann

Fritze Bollmann – ein märkisches Original

Die Region rund um Päwesin ist reich an Geschichte, kleinen Anekdoten und großen Persönlichkeiten. Eine davon ist Fritze Bollmann, ein Name, der vielen Brandenburgerinnen und Brandenburgern ein Lächeln aufs Gesicht zaubert – auch wenn seine Geschichte eine tragische Wendung nahm.

Fritze Bollmann war Barbier in Brandenburg an der Havel und lebte um die Wende zum 20. Jahrhundert. Er galt als liebenswertes Stadtoriginal: etwas schrullig, bescheiden, immer ein wenig unglücklich – aber mit einem großen Herzen. Sein Alltag war geprägt von kleinen Missgeschicken, die ihm in der märkischen Stadt bald zu lokaler Berühmtheit verhalfen.

Eines Tages wollte Fritze zur Entspannung angeln gehen. Doch dabei kam es zum Unglück: Er stieg in ein kleines Boot, das undicht war, fiel ins Wasser – und konnte sich nicht retten. Der tragische Unfall wurde zur Grundlage für zahlreiche humorvolle Reime, Lieder und Erzählungen, die seine Geschichte bis heute lebendig halten.

Besonders bekannt ist ein Spottlied, das bis heute mündlich überliefert wird:

Fritze Bollmann wollte angeln geh'n, nahm sein kleines Angelboot – o weh! Doch das Boot war leider nicht ganz dicht, und der arme Fritze – der schwamm nicht!

Heute steht in Brandenburg an der Havel ein kleines Denkmal für ihn, und sein Name lebt in Kneipen, Theaterstücken und sogar einem Satirepreis fort. Auch wenn sich Fritze Bollmanns Geschichte außerhalb Päwesins ereignete, ist sie doch Teil der märkischen Identität – eine Erinnerung daran, dass das Leben in unserer Region nicht nur von großen Ereignissen, sondern auch von kleinen, menschlichen Geschichten geprägt ist.